PV-Anlagen auf deutschen Dächern - ein 100.000-Dächer-Modell

seit 1999: Kosten - Nutzen von Solarzellen aus Silizium

Anschlussleistung

Nehmen wir an, genügend Eigenheime mit Satteldach stehen gut zur Sonne und können jeweils eine PV-Anlage mit jeweils 5 kWp Anschlussleistung aufnehmen.

Jedes Jahr werden 5000 PV-Anlagen verkauft, also  25000 kWp pro Jahr. In 20 Jahren entsteht also eine nominale Gesamtleistung 500000 kWp = 500 MWp. Beim Vergleich mit anderen Kraftwerken sollte man bedenken, dass die Einschaltdauer während des Tages bei PV-Anlagen sehr gering ausfällt und natürlich wetterabhängig ist.

In jedem Betriebsjahr nimmt die reale Anschlussleistung um 1% ab.

Nach 20 Jahren sind die Anlagen kaputt und werden Jahr für Jahr durch neue ersetzt.

 

   

Strom pro Jahr brutto netto

Die anfängliche Energieausbeute einer 5kWp-Anlage wird mit 4000 kWh pro Jahr angenommen.

Die graue Energie teilt sich auf in Herstellung sowie Betrieb + Abbau. Für die Herstellung wird 20% der gesamten Lebensdauer-Energieausbeute   angenommen. Diese fällt im Jahr der Neumontage an. Für Betrieb und Abbau werden 10% angenommen, die im Modell am Ende der Lebensdauer eingerechnet wird.

Nach 20 Jahren fällt die graue Energie sowohl für Herstellung als auch Abbau auf den Dächern an.

 

Summe PV-Energie brutto netto

Nach ca. 7 Jahren beginnt der volkswirtschaftliche Energiegewinn. Im 10. Jahr liegt er bei 32 % der erzeugten  elektrischen PV-Energie. Im 20. Jahr liegt die Effizienz schon bei 63% und bewegt sich nach 40 Jahren auf 67 %. Hierbei wird stillschweigend so getan, als ob die graue Energie ausschließlich aus PV-Anlagen kommt. Experten, auch die von GREENPEACE, legen aber auf jährlichen Energiemix um. Dieser verbessert sich zwar in Zukunft zugunsten der erneuerbaren Energien, doch zur Zeit bringt die Solarmodul-Produktion enorme CO2-Mengen mit sich. Hinzu kommt, dass Siliziumzellen überwiegend mit elektrischer Endenergie hergestellt werden. Der Primärenergiebedarf ist somit wesentlich höher, als die hier dargestellte Entwicklung der grauen Energie.

  

Wer soll das bezahlen?

Idee des EEG: Die Netzbetreiber müssen die von den Dächern eingespeisten kWh 20 Jahre konstant zu festgelegten Preisen annehmen. Die Investoren wenden für eine Anlage anfangs 20000 € auf. Hält sie 20 Jahre, dann wird pro Jahr 5% abgeschrieben. Wird anfangs 50 ct / kWh vergütet, so ergibt sich eine Rendite von anfangs 5%. Prinzip Hoffnung: Die Investitionskosten für Neuanlagen sinken vom Jahr 1 bis zum Jahr 20 um 2%/a. Ebenso sinkt die Vergütung vom Jahr 1 bis zum Jahr 20 für Neuanlagen um 2%/a. Alle Stromverbraucher sollen per EEG-Umlage die hohen Einspeisevergütungen bezahlen. Sie berechnet sich aus EEG-Vergütung minus vermiedenem Strombezugspreis aus anderen Kraftwerken (aus Sicht des Netzbetreibers).

Folgt man der Idee der staatlichen gelenkten Anschubfinanzierung für eine neue ökologische Technologie, so muss die staatliche Lenkung irgend wann einmal aufhören. In der Grafik EEG-Umlage wurde simuliert, dass sie nach 20 Jahren aufhört. Der vermiedene Strombezugspreis wurde dabei von anfangs 5 ct/kWh (BMU,2008) alle 10 Jahre um 1ct/kWh höher gesetzt. Im 20. Jahr wird die Neuinvestition einer 5 kWp-Anlage mit 12400 € angenommen; zum letzten Mal die Einspeisevergütung mit 31 ct/kWh für 20 Jahre garantiert. Nach 40 Jahren würde die EEG-Umlage auslaufen und keine Strompreiserhöhung für den Stromkunden mehr verursachen (Im Jahr 2007 erhöhte sich der Strompreis lt. BMU für den Endverbraucher durch die Umlage um etwa 1 ct/kWh). In Summe ergibt sich im angenommenen 100.000-Dächer-Modell eine Umverteilung von 2,468 Mrd. Euro in 40 Jahren. Inflation wurde nicht berücksichtigt.

Was kann die Entwicklung verändern? Was passiert nach 20 Jahren? Möglichkeiten:

a) Die alten Anlagen halten länger als 20 Jahre => die Renditen steigen.

b) Der Wirkungsgrad neuer Solarmodule steigt drastisch => frühzeitiges repowering ? => graue Energie wird vergeudet.

c) Die KfW gibt den Investoren verbilligte Kredite => die Renditen steigen => Anlagen-Neuinstallation pro Jahr erhöht sich => Steuerzahler und Verbraucher müssen zahlen.

d) Nationale Solarmodulhersteller wollen expandieren =>

Politik wird mit dem Hinweis auf Arbeitsplätze gedrängt, die Förderung zu verlängern.

Internationaler Freihandel oder neue Zölle?

e) Die Einspeisevergütung wird geringer als der Marktpreis der kWh => Anlagenbesitzer sollen

den gewonnenen Strom selbst nutzen. Suche im Internet nach Infos !

f) neuere Nachrichten:

SFV: Einspeisevergütung im Überblick

https://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik

Wirkungsgrad: Forschung und Technik geht weiter

Die Förderung ist Realität ; und Eigenverbrauch wird heute auch finanziell belohnt.

Suche im Internet nach Infos !

 Planwirtschaft im Kapitalismus ist eben verzwickt. Die öffentlichen Fördergelder und EEG-Umlage bezahlen wir alle.

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